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Radsportgeschichte in der Region Eindhoven – der Anfang

Die Region Eindhoven hat eine reiche Radsportgeschichte. Von 1886 bis Anfang des 20. Jahrhunderts war Radfahren hier sehr beliebt. Die Quelle für diesen Blog sind die Bücher „Fahrradspiegel der Kempen“ von Piet Gijsbers – viele Kilos spezieller ausführlicher Informationen zur regionalen Radsportgeschichte.

1886 – De Speed, der erste Radsportverein in Brabant
Die ältesten Wechselfälle des Radsports in der Brainport-Region lassen sich auf Eindhoven selbst zurückführen. Dort wurde 1886 der Radsportverein De Speed gegründet.

Die Gründung des ersten Brabanter Velocipède-Clubs Die Geschwindigkeit findet im Café-Restaurant Diligence van Mr Sloot am Stationsplein in Eindhoven statt, wo sich später das Schimmelpenninck Hotel befinden wird. Die berühmtesten Reiter sind vor allem Eindhovener: Michiel Aertnijs und H. van Stekelenborg, Söhne eines Allgemeinmediziners bzw. eines Weinhändlers. Aber auch Mitglieder wie der Zeelst-Brauer W. Baselmans und der wallonische Notar und Bürgermeistersohn J. de Vries stammen aus dem wohlhabenden Bürgertum der Region Eindhoven. Damals war es noch überwiegend ein Spitzensport, da die Anschaffung eines Fahrrads nur wenig Geld kostete. Jeden ersten Sonntag im Monat unternehmen die Mitglieder von De Speed eine Fahrt durch die Gegend. Der „Straßenkapitän“ ist vorne und ganz in Vereinsuniform: eine Weste (eine Art Jacke), Shorts, ein rot-weiß gestreiftes Trikot und eine Schiebermütze. Der Hornist des Vereins macht die Bewohner der zu besuchenden Dörfer auf die Annäherung der Radlergruppe aufmerksam.

Die Geschwindigkeit war die treibende Kraft des Radsports in der Region Eindhoven. Viele weitere Clubs folgten in Woensel, Stratum und Tongelre. Als im selben Jahr der Noord-Brabantsche Wielwielerskring mit den Vorstandsmitgliedern J. Rijser, J. Brüning und M. Aertnijs, alle drei Mitglieder von De Speed, gegründet wurde, verschwand der erste Eindhovener Verein aus dem Blickfeld. Der neu gegründete Radsportverein Der Kring tritt der ANWB bei, die den Bau von Radwegen fördert und sich auch um den (Amateur-)Radsport kümmert. Im Jahr 1893 wurde die Meierijsche Radfahrerkreis für fünf Jahre gegründet. Der MWK bemüht sich um Clubhäuser in verschiedenen Gemeinden und organisiert Clubreisen, unter anderem nach Budel, wo unterwegs alle Clubhäuser besichtigt wurden. Dort tragen die lokalen Harmonien zu den Festlichkeiten bei. Die Treffen werden oft mit einer Rede und einem Konzert abgeschlossen.

1895 – Radfahrer des Eindhovener Vereins Meierijsche Cycling Circle für Café-Restaurant-Billard Dilligence

1895 – Radfahrer des Eindhovener Vereins Meierijsche Wielwielerskring vor dem Café-Restaurant-Billard Dilligence in Eindhoven feiern den Gewinn des 1. Preises bei einem Wettbewerb in Tilburg

Ab 1898 wurden auch in der Umgebung von Eindhoven zahlreiche Vereine gegründet, wie zum Beispiel: 

  • Für Orange und die Niederlande (1898) in Heeze
  • Budilio (1898) in Budel 
  • Velocitas (1899) in Hilvarenbeek 
  • Der Woenselse Cycling Club (1900) in Woensel
  • Der Sperber (1900) in Stratum
  • Fortschritte in Tongelre
  • Die Kettenläufer in Veldhoven
  • Die Brieftaube in Waalre
  • Der Valk (1901) in Valkenswaard,
  • De Zwaluw (1902) in Zeelst/Meerveldhoven
  • Die Snelvaarders (1902) in Westerhoven
  • Der Kempische Wielerclub (1903) in Borkel en Schaft
  • Fortschritt (1904) in Oerle
  • Die Sports Brothers (1905) in Hoogeloon
  • Die Schwalbe (1906) in Bergeijk
  • Jaap Eden, bald umbenannt in Bladel (1906) in Bladel 
  • Prinz Hendrik (1906) in Hapert
  • Die fliegende Hoffnung (1907) in Veldhoven

Die Wettbewerbe locken eine große Menschenmenge an, 1901 herrschte am Ende eines Woensel-Wettbewerbs ein so großer Andrang, dass der örtliche Polizist den Zustrom begeisterter Zuschauer nicht kontrollieren konnte. Dies führt zu einem Unfall im Ziel, bei dem der Helmonder Radfahrer Piet van Parren ums Leben kommt. Dieser Vorfall führte dazu, dass die Provinzregierung von Nordbrabant Radrennen auf Provinzstraßen verbot. Eine Änderung des Motorrad- und Fahrradgesetzes im Jahr 1905 verbot Stadt-zu-Stadt-Straßenrennen, so dass sich der Schwerpunkt noch mehr auf Rundfahrten, Gymkhana-Rennen und Velodroms verlagerte. Bis 1930 durften Wettkämpfe nur mit staatlicher Genehmigung auf öffentlichen Straßen ausgetragen werden.

Drei hölzerne Radwege in Eindhoven

Nach 1910 erfreute sich das Velodrom immer größerer Beliebtheit. Es entstehen neue Vereine, die die ersten Sandplätze bauen. In Woensel (1911) stammt De Potlepel aus der Vereinigung Traplust. Sandplätze werden auch in Gestel (1912, von De Jeugdige Sportbroeders) und in Tongelre (von Trappen met Lust) gebaut. Dieser van Gestel heißt De Grelouw, benannt nach den Besitzern De Greef und Louwers. In Strijp verfügte De Vrolijke Trappers 1909 sogar über eine abnehmbare Holzschiene, die zu Weihnachten 1912 durch einen Brand zerstört wurde. Bei der Eröffnung der neuen Holzbahn im Jahr 1913 waren 2.500 Zuschauer anwesend.

1930 – Holzbahn De Zwaluw in Gestel

1930 – Holzbahn De Zwaluw in Gestel

Die Radsportvereine Het Zuiden und Wilhelmina machen Fortschritte mit Fahrern wie Willem Berkvens, Graad Vlemmix, Frans Waterreus, Toon Duffhuis, Frans van Rooij, Frans van den Broek und Jac Gramser. Vor allem der Bahnradsport nimmt einen wichtigen Platz ein. Nach der Strecke De Potlepel in Woensel (1911) und den Sandstrecken in Tongelre und Gestel (De Grelouw) im Jahr 1912 wurde 1921 bei De IJzeren Man eine Holzstrecke gebaut. Kurz vor dem Zweiten Weltkrieg gab es auf Eindhovener Boden sogar drei hölzerne Velodroms: in Gestel De Zwaluw, in Woensel 't Hert und De Jordaens. Nach dem Krieg, als Arbeitsplätze wie die Herstellung von Brennholz in den Öfen verschwanden, betrieben Het Zuiden und Wilhelmina einige Jahre lang die Aschenbahn im PSV-Sportpark. Dort kämpfen Wim Dielissen, Hans Dekkers, Jan Plantaz, Martien Cuijten und Toon van Elderen um die höchste Auszeichnung gegen Fahrer aus dem Westen des Landes.

Radrennen auf dem Heimtrainer des Café de Tramhalte

Vor dem Ersten Weltkrieg waren Wettkämpfe auf dem Heimtrainer beliebt. Frans Bijnen, der Gastwirt des Café de Tramhalte in Veldhoven, kauft im April 1910 in Handel einen Heimtrainer, der dort für Wettkämpfe in einem Café verwendet wird. Der Wettkampfaufbau ist einfach: Jeder kann die Chance nutzen, drei Minuten lang anzugeben, mit der Absicht, so viel Distanz wie möglich zurückzulegen. F. Roothans aus Veldhoven kommt auf 2.500 Meter. Es gibt attraktive Preise zu gewinnen, wie zum Beispiel ein neues Fahrrad und Uhren, und Teilnehmer aus ganz Brabant melden sich an. C. van der Heijden aus Reusel legt 2.700 Meter in 3 Minuten zurück, Rekordhalter im Jahr 1911 ist P. Sleegers aus Someren mit 3.600 Metern in 3 Minuten.

Gymkhana-Wettbewerbe

Bei Gymkhana-Wettbewerben mussten die Teilnehmer verschiedene Beweglichkeitsübungen auf dem Fahrrad durchführen. Zum Beispiel mit dem Fahrrad über hohe Hindernisse springen, durch enge Passagen fahren und mit hoher Geschwindigkeit scharfe Kurven fahren. Regelmäßige Stiche spielten auch eine Rolle als Ringstiche und Vogelpicker. Im Juni 1908 gewann De Vliegende Hoop aus Veldhoven bei einem Wettbewerb in Bladel den 1. Preis im Ringstechen. Im Juni 1910 gewann De Vliegende Hoop erneut den 1. Preis im Ringennähen bei einem Wettbewerb des Radsportvereins De Zwaluw in Bergeijk, an dem 33 Vereine teilnahmen

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